Der große Stadtumbau
Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zog sich bis weit in die siebziger Jahre hin. Noch lange waren in Düsseldorf noch Spuren des Zusammenbruchs erkennbar. Manche Straßen wiesen unübersehbare "Zahnlücken" auf, meist durch große Plakatwände verdeckt.
Große stadtplanerische Maßnahmen, wie die schon erwähnte Berliner Allee, hatten eine weitgehende Um- und Neugestaltung städtischer Knotenpunkte zur Folge. Traditionell wichtigster Verkehrsknotenpunkt war der Hauptbahnhofsvorplatz. Er stellte den Übergang vom öffentlichen Nah- zum Fernverkehr der Bundesbahn her.
Bereits Ende der fünfziger Jahre wurden Pläne zur Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes und des in der Nähe liegenden Worringer Platzes erarbeitet. 1962 waren diese Umbauten beendet.
Im Oktober 1962 wurde der Jan-Wellem-Platz, das bisher größte Bauvorhaben seit Bestehen der Rheinbahn, seiner Bestimmung übergeben. Er entstand auf einer ehemaligen Trümmerfläche zwischen dem Hofgarten und dem westlichen Teil der Schadowstraße. In diesem Stadtkerngebiet waren vor seiner Umgestaltung der Individualverkehr und der öffentliche Verkehr in besonders starkem Maße konzentriert.