Düsseldorf wieder geteilte Stadt:
Fährverkehr der Rheinbahn
Durch die Sprengung der Brücken bei Kriegsende war Düsseldorf zu einer geteilten Stadt geworden. Zwar gab es einige Bootsbesitzer und Kajakfahrer, die gegen Wucherpreise Rheinüberfahrten anboten. Ein Massentransport ließ sich auf diese Weise aber nicht organisieren. So entschied die Militärregierung bereits am 12. Juli 1945, wieder einen Fährverkehr über den Rhein zuzulassen.
Traditionell lag der Fährverkehr über den Rhein seit Bau der Oberkasseler Brücke bei der Rheinbahn. So wurde sie auch diesmal verpflichtet, den Fährverkehr abzuwickeln. Die eingesetzten Boote "Erft" und "Düssel" waren angesichts des großen Andrangs relativ ungeeignet und mussten durch weitere Schiffe ergänzt werden, die auch Fahrzeuge transportieren konnten. Täglich setzte die Rheinbahn bis zu 50.000 Menschen auf drei verschiedenen Linien über den Rhein:
1. Linie: Rathausufer - Kaiser-Wilhelm-Ring
2. Linie: Rheinpark - Kaiser-Friedrich-Ring
3. Linie: Rathausufer - Kaiser-Friedrich-Ring.
Die Schifffahrt auf dem Rhein war gefährlich, denn noch lagen die Brückentrümmer der Oberkasseler Brücke im Fluss und begünstigten die Bildung von Sandbänken, die selbst kleinen Booten ein Übersetzen unmöglich machten. Erst die Freisprengung der Fahrrinne führte zu einer Entspannung der Situation.